Tambourcorps Freienohl
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In der Zeit des nationalsozialistischen Regimes beschlagnahmte die SA alle Trommeln undFlöten, die jedoch später zurückgegeben wurden. Versuche der SA, das Tambourcorps wie viele andere Gruppierungen gleichzuschalten oder als Sturmkapelle zu missbrauchen, scheiterten an dem Widerstand der Mitglieder. Auch die geplante Umbildung in ein freies Tambourcorps wurde ebenso wenig akzeptiert, wie der Anschluss an den Turnverein. Die Vereinsführung verhinderte eine neue Beschlagnahme der Instrumente durch den Verkauf an ein Mitglied des Gesellenvereins, welcher diese natürlich zur Verfügung stellte. Nach den Wirren der Kriegsjahre 1949 zählte das Corps 12 – 14 Spieler unter Tambourmajor Helmut Timmermann und erholte sich sehr schnell. Die „Knüppelmusik“ wurde wieder fester Bestandteil des Freienohler Vereinslebens. 1951 wechselte die Leitung nach Karl Gebhardt, der die Aufbauarbeit erfolgreich für die derzeit 11 Spieler bis 1952 weiter fortsetzte und anschließend die Vereinsführung an Josef Göckeler übergab.
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Durch intensivere Probenarbeit stellten sich bald erste Erfolge bei Wettstreiten ein, was auch andere umliegende Ortschaften anregte, das Tambourcorps als Bereicherung für ihre Schützenfeste zu engagieren. In dieser Zeit drohte trotz beginnender Erfolge, 1954-55, die Auflösung des Vereins, denn mehrere ältere Spieler beendeten ihr aktives Mitwirken.
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1967 löste der jüngste Spieler Heinz Eickelmann den aus beruflichen Gründen ausscheidenden Franz Kühle als Tambourmajor ab.
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Es entstand ein Jugendtambourcorps, das 1970 nach eineinhalb Jahren Probearbeit, erstmals öffentlich beim Schützenfest auftrat. Die nun entstandenen finanziellen Schwierigkeiten fing die Gemeinde Freienohl durch Bürgermeister Clemens Staudinger auf, da die geleistete Jugendarbeit sehr anerkannt war.
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1980 nahm das Tambourcorps weitere 35 Mädchen und 11 Jungen auf. Zum 50-jährigen Bestehen des Tambourcorps Freienohl zählte man 100 Spielerinnen und Spieler.
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